Abteilung ProSE: "Dublin Calling"

Als Pionierin in Sachen Auslandspraktika in der beruflichen Bildung (ERASMUS+), stellte sich Marie Nieke (BM43) mit Freude einer großen Herausforderung - vier Wochen Praktikum im Herzen Irlands, in Dublin. Lesen Sie ihren Bericht.
Abteilung ProSE: "Dublin Calling"

Marie Nieke, BM43

4 Wochen Auslandspraktikum in Irland mit Erasmus+ (von Marie Nieke, BM43)

Alles fing damit an, dass mir von meinem Chef das Angebot an einem Auslandspraktikum teilzunehmen gemacht wurde. Zur Auswahl standen die Länder Frankreich, Spanien, Irland und Polen. Ich hatte Spanisch- und Französisch Unterricht in der Schule, doch ich wollte lieber mein Englisch aufbessern. Dazu kam, dass ich vorher noch nie in Irland war und ich dieses Land unheimlich gerne bereisen wollte.

Ich entschied mich also für Irland. Als ich dann alle nötigen Unterlagen eingereicht hatte, musste ich etliche Wochen warten, bis ich dann endlich Bescheid bekam. Ca. einen Monat vor Abflug war ich bei einem Vorbereitungsseminar in Düsseldorf um Formalitäten zu klären und gewisse Unterschiede der Lebens- und Arbeitsweise in anderen Ländern vor Augen geführt zu bekommen.

Ab diesem Zeitpunkt ging dann alles ziemlich schnell. Die Flüge mussten gebucht und Gastgeschenke gekauft werden. Am 09.10. ging der Flieger in Richtung Dublin. Am Flughafen wurde ich dann abgeholt und zu meiner Gastfamilie gebracht.

Meine Familie wohnt im Stadtteil Clondalkin, Dublin 22, im Süd-Westen der Stadt etwa 10 km vom Stadtkern entfernt. Ich kam zu einem älteren Ehepaar welche zwei ihrer Zimmer vermieteten.

Ich wurde sehr herzlich empfangen und bekam anschließend Abendessen. Nachher kam dann noch eine junge Frau, Emma, aus Nord-Irland an. Sie kam ebenfalls bei der Familie unter, weil sie für ca. 6 Monate in Dublin arbeitete.

In der ersten Woche besuchte ich einen Sprachkurs, täglich von 10 – 15 Uhr. In meiner Klasse waren Spanier, Brasilianer, Koreaner und Ungarn vertreten. Es wurden immer Scherze gemacht und die Lehrer waren unglaublich bemüht. Wenn es anders nicht mehr ausreichte, musste dann auch mit Händen und Füßen kommuniziert werden. Zum Abschied gab es dann noch ein Zertifikat.

An meinem ersten Wochenende machte ich eine Tour nach Belfast in Nord-Irland mit. Der Bus startete in Dublin und es dauerte 3 Stunden bis wir in Belfast ankamen. Da Nord-Irland zu Großbritannien gehört zahlt man mit Sterling Pound. Die Stadt wird von einer 6 m hohen Mauer geteilt, die sogenannte „Peace Wall“. Die Tour beinhaltete auch einen Abstecher zum Titanic Museum, denn in Belfast in der Harland & Wolff Werft wurde unter anderem die Titanic gebaut. Danach ging es dann quer die Landschaft Richtung Down Patrick’s, wo St. Patrick’s Grab sein soll. Die Landschaft ist genauso wie man es von Bildern kennt, grüne Wiesen mit vielen Kühen und vor allem Schafe soweit das Auge reicht.

Sonntags sind die Geschäfte und Supermärkte immer geöffnet und man kann einen gemütlichen Shoppingtag machen.

Das Unternehmen, in dem ich gearbeitet habe heißt ISA (International Student Accommodation) und die beschäftigen sich mit der Unterbringung von Studenten und Praktikanten in Dublin. Mein erster Arbeitstag begann um 10 Uhr, ja die Iren fangen später an und hören auch schon mal früher auf als in Deutschland. Es geht auch eher darum, dass man mit seiner Arbeit fertig wird, anstatt eine festgelegte Zeit auf der Arbeit verbringt. Auch die Mittagspause ist sehr variable und kann von jedem individuell lang in Anspruch genommen werden.

Mein Büro bestand aus 5 Mitarbeitern und einem Chef. Die Arbeit war komplett anders als in Deutschland. Es gab kein ERP-Programm für die Buchhaltung, alles wurde mit Hilfe von Excel-Tabellen erstellt und die Rechnungen in einer Dropbox gespeichert.

Meine Aufgaben waren auf die Buchhaltung und Organisation bezogen. Ich durfte das Kassenbuch führen, Zahlungseingänge kontrollieren und ich habe deren Internetseite übersetzt.

So vergingen die vier Wochen wie im Flug und ich musste bald schon wieder meine Koffer packen.

Mein Aufenthalt war unglaublich schön und ich habe die Zeit sehr genossen. Ich kann es nur jedem empfehlen über Erasmus + ein Auslandspraktikum mit zu machen, denn alles war super organisiert und es war eine unglaubliche Erfahrung!

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