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Abteilung ProSE: Abschlusstreffen des ERASMUS+ Projektes "INCorporated. - Inclusion Needs Competence.""

Der EU-Projekttag, der am 22. Mai 2017 landesweit an Schulen stattfand, verlief am Mercator Berufskolleg „total europäisch“, denn unsere Schule hat passend zu diesem Termin zum finalen Treffen des Erasmus Projektes „INCorporated“ eingeladen. Von Ramona Poley
Abteilung ProSE: Abschlusstreffen des ERASMUS+ Projektes "INCorporated. - Inclusion Needs Competence.""

INC Projektgruppe bei den Duisburger Werkstätten

Im Fokus dieses 8. Treffens standen dabei die Möglichkeiten und Wege aus der schulischen in die berufliche Bildung. Anhand von Praxisbeispielen haben wir erfahren, wie der Arbeitsmarkt für inklusive Schülerinnen und Schüler erschlossen werden kann.

Am 20. Mai kamen die Teilnehmer aus Bulgarien, Chios (Griechenland), Finnland, Frankreich, Italien und Polen in Deutschland an. Am ersten Abend trafen wir uns im Restaurant Mondrian zum Welcome Dinner und alle freuten sich aufeinander. Für den Sonntag ließen sich die Verantwortlichen und beteiligten Schüler der Klasse HH 67 des MBK etwas Besonderes einfallen. Bei bestem Wetter fuhren wir mit dem Bus nach Kleve um dort mit Draisinen zum Bahnhof nach Kranenburg zu radeln. Alle Teilnehmer hatten jede Menge Spaß und der Ein oder Andere entdeckte seinen sportlichen Ehrgeiz neu. In Kranenburg angekommen, trafen die freundlichen Mitarbeiter vom Caféhaus Niederrhein alle Vorbereitungen, damit unsere Gruppe einen tollen Grillevent erlebte. So saßen wir in gemütlicher Runde, bei gutem Essen, interessanten Gesprächen und fabelhaften Wetter zusammen. Einige schlenderten noch durch Kranenburg und testeten das Eiscafé bevor wir uns gegen 17 Uhr wieder auf unseren Clubdraisinen Richtung Kleve auf den Weg machten.

 

Am Montagmorgen wurden unsere europäischen Gäste vom Schulleiter Herrn Dr. Wolf herzlich begrüßt. Im Anschluss begaben wir uns in den von den Schülern perfekt vorbereiteten Raum um in den arbeitsreichen Tag zu starten. Zunächst präsentierten die beiden polnischen Schülerinnen einen Film, den sie mit Ihren Mitschülern produziert haben. Sie zeigten mit Körpersprache und Gesang wie es sich anfühlt nicht dazu zu gehören oder einsam zu sein. Danach informierte uns Ornella Pegoraro über die neuesten Inklusion betreffenden Gesetzesentwürfe in Kalabrien.

Mit dem Wissen und den Erfahrungen aus allen Treffen in den verschiedenen Partnerländern arbeiteten wir in fünf Gruppen an einer Collage zum Thema „The ideal INCschool“. Die gelungenen Ergebnisse wurden von den Teilnehmern in Form eine Galeriegangs präsentiert und hängen in der Schule zur Ansicht aus. Am Nachmittag arbeiteten wir gemeinsam an unserem finalen Produkt - dem INCworkbook. Dieses Arbeitsbuch enthält Ideen, Handreichungen und Erfahrungsberichte wie man Inklusion erfolgreich an Schulen umsetzen könnte.

Am Abend ließen wir uns mit Leckereien im türkischen Restaurant Dalyan in Moers verwöhnen. Vor allem unsere türkischen Partner, die am Sontagabend anreisten, genossen den Abend mit unseren Schülern und den Köstlichkeiten sehr.

Am Dienstag standen die Highlights des finalen Treffens unseres Projektes auf der Agenda. Am Vormittag besuchten wir die Duisburger Werkstätten für Menschen mit Behinderung gGmbH. Herr Gatz, der stellvertretende pädagogische Leiter Berufliche Bildung und Qualifizierung begrüßte uns herzlich in der Betriebsstätte Neudorf. Neben vielen äußerst interessanten und aufschlussreichen Informationen haben alle Teilnehmer einen sehr guten Einblick in die Arbeit der Duisburger Werkstätten erhalten. Zu den Duisburger Werkstätten gehören vier Betriebsstellen, die Gastronomiebetriebe „Der kleine Prinz“ und  „Ziegenpeter am Rheinpark“ sowie die Ars Vivendi Ladengalerie. Das neueste Projekt, dass auch mit dem German Design Award Special 2017 ausgezeichnet wurde, ist das Modelabel „esthetique“. Die Mode kann man online bestellen oder in Boutiquen in Hamburg, München und Köln erwerben.

Unsere Teilnehmer konnten jede Menge Fragen stellen, die Herr Gatz gern beantwortete. Sei es zur Finanzierung der Werkstätten, zur Lebenssituation der angestellten Menschen mit Behinderung, zur Ausbildung der Betreuer und zum Arbeitsalltag. Insgesamt arbeiten beim wfbm 1100 Menschen mit Behinderung, die von 200 MitarbeiterInnen betreut werden. So erfuhren wir dass jährlich fünf bis sechs Menschen mit Behinderung nach der Ausbildung bei den Duisburger Werkstätten einen Arbeitsplatz in Unternehmen der Region erhalten. Nachdem Herr Gatz uns informierte und auch zwei Filmen zeigte, führte er uns im Anschluss noch durch die Betriebsstätte. Wir schauten uns die holzverarbeitenden Bereich an, einen Bereich, wo man Dübel zur Dämmung von Fassaden anfertigt und eine Abteilung, wo man Röntgenbilder sortiert und vorbereitet um das Silber aus den Bildern zu gewinnen. Außerdem konnten wir uns den Sinnesgarten auf dem Gelände ansehen, der sowohl von den Angestellten der Duisburger Werkstätten in Pausen als auch von Kindergartengruppen und Grundschülern gern und oft besucht wird. Im Besprechungsraum standen neben Getränken selbstgebackene Leckereien für uns zur Verfügung. Diese Köstlichkeiten wurden vom Team des Restaurants „Kleiner Prinz“ angefertigt und sie fanden großen Zuspruch.

 

Wir bedanken uns bei Herrn Gatz für die Führung und die zahlreichen Informationen über die Duisburger Werkstätten.

 

Nach diesem informativen Vormittag und jeder Menge Eindrücke fuhren wir zurück zum MBK um die europäischen Freunde zu überraschen. Wir organisierten zum Abschied von Jean Marc Bayle - dem französischen Koordinator eine "Marc de Champagne" Torte. Jean Marc befindet sich bereits im Ruhestand. Es war ihm aber wichtig das Projekt bis zum Abschluss mit zu gestalten und zu bereichern. Er war sichtlich gerührt.

Nachdem wir die Torte gemeinsam verkostet hatten, ging es wieder an die Arbeit. Als vorletzter Programmpunkt stand eine SWOT-Analyse auf der Agenda. Alle Teilnehmer haben das dreijährige Projekt und den damit verbundenen Arbeitsprozess sowie die einzelnen Treffen in den verschiedenen Partnerländern reflektiert und evaluiert.

Im Anschluss fand noch ein Koordinatorentreffen statt. Hierbei wurden nochmals wichtige Aspekte aufgezeigt, die für die Bewerbung des Folgeprojektes zu beachten sind.

Den letzten gemeinsamen Abend verbrachten wir Im Restaurant „Ziegenpeter am Rheinpark“. Vielen Dank an Frau Lindner, die uns einige Informationen zur Lokalität mitteilte. Im Restaurant, das vor fünf Jahren eröffnet wurde, arbeiten 8 qualifizierte Betreuer und 25 Mitarbeiter, die eine Behinderung haben. Ein „best practise“ Beispiel für gelungene Inklusion.

 

Vielen Dank an die Schüler der HH67 und die Kolleginnen und Kollegen, die die Durchführung des Projektes an unserer Schule unterstützten und begleiteten.

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