„Come on, guys!“ oder „Where are the toilets??”

Ein Bericht über unsere Begegnungsfahrt vom 14. bis zum 28. März in Ramla/Israel Am Montag um halb sechs morgens traf sich unsere Gruppe am Düsseldorfer Flughafen, um mit einem Airbus der Fluggesellschaft Germania - mit bester Bord-Verpflegung inklusive - nach Tel-Aviv zu fliegen.

Nachdem wir in Tel-Aviv angekommen und unsere Euro in Schekel umgetauscht hatten, nahm uns ein Guide in Empfang, um uns mit dem Bus zu unserem ersten Ziel, nämlich nach Zichron Yaakov zu begleiten. Dieser Guide, ein seit über 20 Jahren in Is­rael lebender Deutscher, erzählte uns von einem Israel-Virus, das ihn infiziert habe und es ihm unmöglich mache, dieses Land wieder zu verlassen. Was er jedoch genau damit meinte, haben wir zu Beginn unserer Reise noch nicht verstanden…

Auf Grund der kompakten Geographie Israels ist es möglich, mit dem Auto oder dem Bus sehr schnell von Ort zu Ort zu gelangen. Die erste Nacht haben wir in einem echten Kibbuz – einer israelischen Siedlungsform, in der jeder nach seinen Möglichkeiten gibt und nach seinen Bedürfnissen nimmt- verbracht und haben einen Vorgeschmack auf die üppige und sehr le­ckere Küche des Landes erhalten. Zu Beginn unserer Reise ging es in den Norden des Landes, um beispielsweise die Aussicht auf den Golanhöhen und auch die um den See Genezareth zu genießen. Begleitet und angereichert wurde unser touristisches Programm an dieser Stelle von Uschi, einer Reiseleiterin, die uns in ihrer unverkennbaren Art wichtiges geschichtliches Hintergrundwissen vermittelte.

Bereits am Abend des zweiten Tages bewegte sich unser Bus Richtung Jerusalem, der Haupt­stadt Israels. Nach einer nicht allzu langen Nacht in einem Hostel ging es los, wir wollten ja schließlich Jerusalem kennen lernen! Diese Stadt bot sich uns dar als ein facettenreiches Mo­saik, die religiöse Stätten für Juden, Christen und Muslime birgt, wie die Klagemauer, die Via Dolorosa und die Heilige Grabeskirche.

 

Am dritten Tag stellte uns Kamal Mukarker seine Heimatstadt Bethlehem sehr eindrucksvoll vor, bevor wir bei seiner Mutter Faten Mukarker im Rahmen eines Mittagessens in ihrem Haus sehr persönliche Einblicke in das alltägliche Leben der in Palästina lebenden Christin nehmen durften.

 

Faten begleitete uns auch zu unserem Besuch in das SOS-Kinderdorf in Bethlehem, das durch das Mercator Berufskolleg seit vielen Jahrzehnten unterstützt wird.

 

Mit Spannung und Vorfreude fuhren wir am frühen Abend des dritten Tages nach Ramla, der Partnerstadt der Stadt Moers. Denn dort, in der Lilienthal High School, haben wir unsere Gastfamilien kennengelernt, bei denen wir die nächsten 12 Tage leben sollten. Jeden Morgen brachten uns also unsere Gastfamilien zu unserem Meeting-Point in Ramla und holten uns am Abend dort wieder ab. Tagsüber gingen wir weiterhin unserem Programm nach, indem wir den Park von Caesarea, eine bedeutende antike Stadt - und der Aquadukt an der Mittelmeerküste mit seinen zahlreichen archäologischen Ausgrabungen besichtigten. Das Wochenende bzw. Shabatt, in Israel Freitag und Samstag, verbrachten wir zusammen in unseren Gastfa­milien und waren direkt involviert in jüdisches Leben und Tradition.

Nachdem wir Jerusalem ein weiteres Mal, genauer Westjerusalem, besuchten, fuhren wir am achten Tag unserer Reise nach Akko, einer schönen alten Hafenstadt im Nordbezirk Israels und nach Haifa, die drittgrößte Stadt Israels.

 

Unser Ausflug in die Judäische Wüste führte uns, unter Begleitung unseres Guides Ron, mit der Seilbahn hoch hinaus nach Massada, dem beeindruckenden Herodes-Palast auf dem Gipfel, der im Aufstand gegen die Römer zu einer Hochburg wurde. Ein Highlight war, auch vor dem Hintergrund der heißen Temperaturen, sicherlich unser unsinkbares Bad im hochsalzhaltigen Wasser des Toten Meeres.

 

Am Tag darauf reisten wir zur Führung durch die bedeutendste Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem abermals nach Jerusalem. Eine durch unsere Schülerinnen und Schüler gestaltete Gedenkfeier und Kranzniederlegung rundete diesen Be­such ab. Fast schon zum Ende unserer Reise gestatteten wir Israels Mittelmeermetropole Tel-Aviv einen Besuch ab, indem wir ein außergewöhnliches Museum besichtigten, in sehenswerten Parks waren sowie auf dem Carmel-Markt im Jeminitischen Viertel als einer der größten Märkte unter freiem Himmel und durch Kunstgalerien stöberten. Unsere Tour durch Ramla sowie die Abschiedsfeier mit vielen kulinarischen Köstlichkeiten der Gastfamilien und liebevoll dekorierter Location im Kulturzentrum bildeten einen gelungenen und herzlichen Abschluss unseres Aufenthaltes in Ramla.

 

In der Zwischenzeit erarbeitete unser Künstler Rüdiger Eichholtz den ersten Teil eines Projektes mit Schülerinnen und Schüler aus Ramla und Moers, was in Form einer Vernissage am letzten Abend vorgestellt wurde. Alle sind gespannt auf den zweiten Teil, der dann beim Gegenbesuch im Sommer 2016 entstehen wird.

 

Nach unserer Begegnungsfahrt blicken wir glücklich und mit einer Fülle an neuen Eindrücken und Erfahrungen zurück auf eine tolle und einmalige Zeit in einem spannenden Land mit besonderen Menschen, einer warmen und herzlichen Atmosphäre und unglaublichen Sehenswürdigkeiten. Es hat nicht lange gedauert, bis wir auch alle ein wenig mit dem Israel-Virus infiziert waren.

Von Romina Gonsior

 

 

 

 

 

 

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