... top aktuell: Unsere Schulzeitung "52" von September 2014

Z.B. Zum Nachdenken - Warum strengen Sie sich an, Ihren Abschluss zu schaffen? Spontan werden Sie antworten: Es soll mir gut gehen in der Zukunft, ich möchte etwas leisten, Geld verdienen, mir die Dinge leisten können, die ich mir wünsche. Ich möchte glücklich sein!

Wie gelingt das? Es geht um Ressourcen, Produktion und Konsum. Unsere Wirtschaft profitiert von einer immer weiter verzweigten internationalen Arbeitsteilung eines immer höheren Kapitaleinsatzes, das führt zu sinkenden Preisen und bei uns zu steigenden Einkommen, also zu einem steigenden Wohlstand, also auch zu mehr Glück? Und das dauerhaft?

 

Zum Problem der Dauerhaftigkeit blenden wir manches erfolgreich aus!

  • Den Klimawandel mit allen nachteiligen Folgen.
  • Die Verknappung der Rohstoffe.
  • Die Zunahme der Verschuldung vieler Staaten und damit die Konzentration von Kapital.
  • Die Zunahme der Armut nicht nur in der 3. Welt.
  • Die Abhängigkeiten von den ungezügelten Finanzmärkten.

 

 

Und dieses Wirtschaftsmodell verlangt nach Wachstum, sonst ist es auf Dauer nicht stabil. Damit stärken sich die negativen Folgen, wie oben beschrieben.

 

Aber wir brauchen doch Wachstum, ich möchte doch auch mehr verdienen. Da kann ich nur sagen „siehe oben“. Ressourcenknappheit usw…  Auf Dauer kann das nicht funktionieren und die Wirtschaftskrisen nehmen zu, wie wir ja fast täglich beobachten können.

 

Macht Konsum glücklich?

Ich glaube nur begrenzt. Fest steht und auch das lernen Sie und haben es vermutlich auch schon selber erfahren: Bis zu einem gewissen Punkt macht Konsum kurzfristig glücklicher und dann stagniert es, weil der Engpass zur Steigerung nicht das Geld ist sondern die Zeit ist, denn die ist nicht steigerbar. Kauf und Gebrauch aller Dinge verbrauchen Zeit und der Tag hat nur 24 Stunden! Da gibt es kein Wachstum.

 

Warum lassen sie sich also bilden? Ich sage bewusst nicht ausbilden sondern bilden. Sie machen dies um sich kritisch mit der Wirtschaftswissenschaft auseinander zu setzen und nämlich genau die vorher beschrieben Probleme und Widersprüche zu lösen. Nach Lösungen zu suchen eine entwickelte Volkswirtschaft, wie die unserige, ohne Wachstum zu stabilisieren und ein glückliches Leben zu führen.

Ich möchte allen Mut machen sich damit zu beschäftigen, es gibt Ansätze dazu.

 

Diesen Mut hatte unserer Namensgeber Gerhard Mercator für die Probleme seiner Zeit:

 

Ohne seine wegweisenden Errungenschaften in der Kartografie wären moderne Seefahrt und globaler Handel nicht denkbar. Weil der Name Mercator gleichzeitig das lateinische Wort für Kaufmann oder Krämer ist, sieht sich unsere Schule in der Tradition dieses bedeutenden Mannes, dessen Heimat für mehr als 40 Jahre der Niederrhein war. Denn nur auf Grund seines freien Geistes, seiner undogmatischen Offenheit für neue Ideen und seiner Kreativität konnte Gerhard Mercator Großes schaffen, von dem noch heute nicht nur die Wirtschaft profitiert, sondern vor allem die Menschen.

 

Als breit gebildeter Universalgelehrter des 16. Jahrhunderts zeigt Gerhard Mercator die Bedeutung von kritischer Bildung und Ausbildung wie kaum ein anderer. Mercator strebte nach Neuem, ließ sich nicht von alten Dogmen vereinnahmen, vergaß dabei aber nicht seine gesellschaftliche Verantwortung.

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