Wirtschaftsgymnasium reist in die virtuelle Realität (VR)

Erstmalig wurde für alle Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums am Mercator Berufskolleg ein Projekttag durch den Informatik-Leistungskurs organisiert, wobei das Lernen in der virtuellen Realität (VR) mittels sogenannter Cardboardbrillen durchgeführt wurde.
Wirtschaftsgymnasium reist in die virtuelle Realität (VR)

VR Day 2018

„Herzlich Willkommen in der virtuellen Realität“, begrüßt ein Plakat alle Teilnehmer und Gäste zum Projekttag des virtuellen Lernens. Der Informatik Leistungskurs GY64 plante über mehrere Wochen diesen Schulungstag, wodurch allen Parallelklassen praktisch erklärt wurde, wie mit einem handelsüblichen Smartphone der Zutritt in die virtuelle Realität für jeden kostenlos ermöglich wird. „Endlich können wir unsere Smartphones im Unterricht einsetzen“, freute sich eine Schülerin des Wirtschaftsgymnasiums. Als Gäste nahmen ebenfalls künftige Schülerinnen und Schüler dieses Bildungsganges teil, welche ab dem kommenden Schuljahr das Mercator Berufskolleg besuchen werden. „Es war eine sehr interessante Aktion, und ich freue mich bald hier zu sein“, kommentierte ein künftiger Schüler mit dem Schwerpunkt Mathematik/Informatik.

In einer sehr angenehmen Arbeitsatmosphäre wurden zu Beginn die generellen Möglichkeiten erläutert, auf welche Art und Weise heutzutage technisch die virtuelle Realität erlebt werden kann. Das für jedermann zugängliche kostenlose VR-System mittels sogenannter Cardboardbrillen aus Pappe, in die Smartphones eingelegt werden, wurde an vier VR-Stationen praktisch durch den Informatik LK vorgestellt. „Wir stellen für euch jede bekannte Sehenswürdigkeit eurer Wahl auf eurem Handy virtuell dar“, versprachen die Beraterinnen und Berater der ersten Lernstation. An den drei weiteren Stationen wurden in der virtuellen Realität neuronale Netze im menschlichen Gehirn, unser Sternensystem und sogar das Sprechen vor einer großen Menschenmenge realistisch simuliert. „Damit kann ich mein Lampenfieber bei Präsentationen besser in den Griff bekommen“, stellte ein Schüler des Wirtschaftsgymnasiums fest, als er auf einer Bühne vor mehreren hundert Menschen in der virtuellen Realität aufgefordert wurde, einen Vortrag zu halten.

Highlight war die fünfte VR-Station. Hier wurde das Samsung Gear VR System vorgestellt, welches noch realistischere VR-Apps anbietet. „Hui, ich fliege tatsächlich“, rief ein Schüler begeistert. Er flog mit einem Gleitschirm über eine Landschaft und tauchte dabei komplett in die VR-Welt ein. Womöglich auch, weil die LK-Schüler einen großen Ventilator zusätzlich einsetzten, um das Gefühl des Fliegens durch simulierten Gegenwind zu verstärken. Der Fachbegriff für das Phänomen des kompletten Eintauchens in die virtuelle Realität heißt Immersion. Es wurde beim ersten VR-Day am Mercator Berufskolleg jedoch nicht nur angewandt sondern auch produziert. Alle Teilnehmer bildeten einen großen Kreis, in dessen Zentrum ein 360 Grad Foto aufgenommen wurde. Währenddessen schlichen sich zwei Schüler an zwei verschiedene Positionen, so dass sie im später virtuell dargestellten Kreis an zwei verschiedenen Stellen sichtbar waren.

„Können wir nächstes Jahr wieder einen VR-Day veranstalten?“, wurde mehrfach gefragt.

Dafür entwickelten die Schülerinnen und Schüler bereits jetzt interessante Ideen wie: Wettbewerbe in VR-Lernspielen oder das Anwenden von VR-Apps für den Fremdsprachenunterricht, wobei in der VR interaktiv Gespräche täuschend echt simuliert werden, wie beispielsweise in Restaurants oder an der Hotel Rezeption.

Vielen Dank an den LK Informatik unserer GY64, wo sich alle hervorragend engagiert und den VR-Day perfekt wie geplant umgesetzt haben. Respekt!   :-)

Bericht: Torsten Jansen OStR

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