IT Fachinformatiker unterrichten über 600 Schülerinnen und Schüler

Die Oberstufe unserer IT-Fachinformatiker unterrichtete Ende September 26 Schulklassen im Rahmen ihres Projektes „Disposition, Realisation und Reflexion einer kundenorientierten Schulungsmaßnahme“ im Umgang mit dem virtuellen Klassenzimmer des Learning Management Systems „Moodle“.
IT Fachinformatiker unterrichten über 600 Schülerinnen und Schüler

Moodle Schulung

Ziel der vierstündigen Schulung war die Vermittlung von Handlungskompetenz, um mittels des virtuellen Klassenzimmers (VK) in Moodle Selbstlernkurse aufzurufen, Formulare wie zum Beispiel eine Schulbescheinigung auszufüllen, Informationen bezüglich der Mitbestimmung in der Schülervertretung zu recherchieren und schließlich miteinander in Kontakt zu treten, um künftig Arbeitsergebnisse auszutauschen. In der Schlussphase der Schulung wurde dann der Umgang mit der Moodle mobile App erläutert, womit das komplette virtuelle Klassenzimmer auch per Smartphone genutzt werden kann. „Endlich dürfen wir unser Handy auch mal im Unterricht nutzen“, kommentiert ein Schüler der Höheren Handelsschule die Anwendung der installierten App. Das IT-Projekt nutzt die gemeinsame Schnittmenge in den Lehrplänen der verschiedenen Bildungsgänge. Die Fachinformatiker sollen im Rahmen des Lernfeldes „Markt- und Kundenbeziehungen“ erlernen, wie sie eine betriebsinterne oder externe Schulung selbstständig disponieren, realisieren und reflektieren, um Kunden oder Kollegen erfolgreich weiter zu bilden. Die Schülerinnen und Schüler aller Bildungsgänge sollen im Rahmen des kooperativen Lernens sowie des E-Learnings, den Umgang mit der Learning Management Software Moodle frühzeitig erlernen und sie selbstständig anwenden. Jeweils vier Fachinformatiker schulten in drei aufeinanderfolgenden Doppelstunden eine Schulklasse, wobei sie sich in der Moderation abwechselten, um praktische Erfahrungen zu sammeln. Nach jeder Schulung führten die Teams eine Kurzreflexion durch, so dass die gewonnenen Erkenntnisse direkt im folgenden Seminar umgesetzt wurden.

Vier Wochen lang haben die Fachinformatiker das Seminar sorgfältig vorbereitet. Sie durchdachten unterschiedliche Verlaufsszenarien, um sich adaptiv an heterogene Lernvoraussetzungen in den Lerngruppen aus den verschiedenen Bildungsgängen individuell anzupassen. Für den Fall, dass eine Lerngruppe bereits das virtuelle Klassenzimmer kennengelernt hat, wurde beispielsweise eine didaktische Reserve eingeplant. „Da Ihr schon Erfahrungen mit Moodle machen konntet, bitten wir Euch, auf YouTube gute Moodle Tutorials zu recherchieren, auf die Anfängergruppen hingewiesen werden könnten“, fordert ein Moderator der IT-Schüler eine eingeübte Schulungsgruppe auf.

„Learning by doing“ war das Motto. Die Seminarteilnehmer sollten beim selbstständigen Lernprozess individuell beraten werden, damit sich die fachlichen und methodischen Inhalte langfristig festigen. „So macht Unterricht Spaß“, kommentiert eine Schülerin unserer zahnmedizinischen Fachangestellten, was sich in der hohen Qualität aller präsentierten Arbeitsergebnisse widerspiegelte. „Zu unterrichten ist gar nicht so leicht. Sich in die Situation der Schüler hinein zu versetzen ist eine besondere Herausforderung, aber eine gute Planung bleibt der Schlüssel zum Erfolg“, resümiert ein Schüler der IT53. Durch das konstruktive Feedback der unterrichteten Klassen sammelten die IT Fachinformatiker wertvolle Erfahrungen, um künftig die Qualität ihrer beruflichen Schulungen zu sichern. Es wurde beispielsweise darauf hingewiesen, in Moodle die Pfade zu den Selbstlernkursen übersichtlicher zu gestalten. „Nützlich wäre auch ein Klassenchat“, meint einer unserer AV-Schüler. Dieser wertvolle Tipp wurde nach der Schulung bereits umgesetzt. Die IT-Klassen nahmen auch eine eigene ausführliche Reflexion anhand ihrer Seminarverlaufsplanung vor. Sie waren mit dem Ergebnis der Moodle-Schulung sehr zufrieden. „Es kommt auf eine gute Arbeitsatmosphäre an“, resümierte ein IT-Schüler aus der IT52. „Manchmal sind wir zu schnell vorgegangen“, stellte ein anderer Schüler fest. „Künftig sollten wir mehr Erschließungsfragen konzipieren, um die Problemanalyse nicht zu kurz kommen zu lassen“, war seine Erkenntnis, die wir an seine Nachfolger im nächsten Jahr weiter geben.

Am Ende des Projektes erteilten die unterrichteten Klassen den Fachinformatikern die Gesamtnote „sehr gut“, was auf deren Abschlusszeugnis gesondert vermerkt werden wird. Insbesondere die individuelle Beratung während der Erarbeitungsphase, sowie die benutzerfreundlichen Arbeitsunterlagen wurden von den Schülerinnen und Schülern positiv hervorgehen.

Zu guter Letzt ist die hervorragende Leistung unseres Stundenplanerteams besonders hervorzuheben. DV-Räume zu reservieren, Klassenräume anzupassen, Kolleginnen und Kollegen einzeln zu informieren und schließlich alles in den laufenden Unterrichtsbetrieb einzuflechten, ist bei einer Dimension von insgesamt 28 beteiligten Klassen nicht selbstverständlich. Vielen Dank für diese wertvolle Unterstützung, ohne die das Großprojekt nicht hätte realisiert werden können. Auch vielen Dank an die DV-Techniker, die immer schnell und pragmatisch spontan aufgetretene Probleme gelöst haben, wie beispielsweise die Erhöhung der Performance auf dem Moodle-Server. Schließlich noch ein besonderer Dank an unser Kollegium und die Schulleitung, welche dieses IT-Schulungsprojekt immer hilfsbereit unterstützt haben.

Bericht: Torsten Jansen OStR

Bildungsgangleitung IT-Berufe

www.mercator-berufskolleg.de

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